Donnerstag22. Januar 2026

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Großbritannien könnte für EU-Marktzugang zahlen

Großbritannien könnte für EU-Marktzugang zahlen
(AFP/Daniel Leal-olivas)

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Grtoßbritannien will aus der EU. Aber den Zugang zum europäischen Binnenmarkt will das Land nicht aufgeben – und ist sogar bereit dafür zu zahlen.

Großbritannien bietet bei den Verhandlungen über seinen EU-Austritt möglicherweise Geld für einen weiteren Zugang zum Binnenmarkt an. Das sagte Brexit-Minister David Davis am Donnerstag im Parlament.

Auf die Frage, ob das Kabinett «Beiträge in welcher Form auch immer» in Erwägung ziehe, sagte Davis: «Natürlich ziehen wir das in Erwägung.» Es sei ein «Hauptkriterium» für die Verhandlungen, dass Großbritannien «den bestmöglichen Zugang für Güter und Dienstleistungen zum Europäischen Markt» bekomme.

Meinung geändert

Die Äußerung sorgte für Überraschung, weil sich die britische Regierung zu ihrer Strategie für die Austrittsverhandlungen mit der EU betont wortkarg gibt. Der Pfundkurs legte prompt um knapp ein Prozent im Vergleich zum Dollar zu.

Was genau Davis mit «bestmöglichem Zugang» meint, ist allerdings unklar. Vor wenigen Monaten hatte Davis es als «sehr unwahrscheinlich» bezeichnet, dass Großbritannien nach dem Brexit Teil des Europäischen Binnenmarkts bleibt. Als Voraussetzung dafür gilt, dass London die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU akzeptiert. Das lehnt die britische Regierung bislang kategorisch ab.