Sonntag25. Januar 2026

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Aufregung um Portugiesisch-Kurse

Aufregung um Portugiesisch-Kurse
(Julian Stratenschulte)

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Fünf Schüler sollen einem portugiesischen "cours intégré" fernbleiben. Allerdings nicht zur Strafe. Wie aus einem Missverständnis eine Polemik ensteht.

Ein Fall an der Escher «Groussgaass-Schoul» sorgt für Aufregung. Es geht um fünf Schüler, die laut einem Bericht des Radiosenders Radio Latina zur Strafe nicht mehr an den portugiesischen «cours intégrés» teilnehmen dürften. Verständlicherweise kam diese Entscheidung seitens der Lehrerin nicht besonders gut bei der portugiesischen Gemeinschaft an. Umso schlechter, weil vor nicht allzu langer Zeit entschieden wurde, die «cours intégrés» ganz abzuschaffen.

«Cours intégrés»

Diese Kurse behandeln Themen wie Geografie, Naturwissenschaften, u.s.w., aber in portugiesischer Sprache. Wie der Name schon sagt, sind die Kurse in den normalen Stundenplan integriert. Die Schüler werden dafür von ihrem normalen Stundenplan freigestellt. Ziel ist es, dass die Schüler mit ihrer Ursprungskultur weiterhin in Kontakt bleiben.

Die Sache hat allerdings einen Haken. Keineswegs sollten die fünf Schüler dem Kurs wegen einer Strafe fernbleiben. Es war vielmehr eine Abmachung zwischen der regulären Lehrerin der Schüler und deren Lehrerin in den portugiesischen «cours intégrés». Die Kinder sollten sich auf eine wichtige Prüfung vorbereiten und die Lehrerin wollte die Schüler in der regulären Klasse darauf vorbereiten, wie Chantal Schoettert, Dienstchefin der Escher Schulleitung, erklärt.

Keine Verschwörung

Schnell wurde aus dem Missverständnis allerdings Empörung. Und die Entscheidung, dass der «cours intégré» abgeschafft wird, wurde mit ins Boot geworfen. Handelte es sich etwa hier um eine «generelle Verschwörung» der Escher Schulen gegen die portugiesischen Kinder? Mitnichten, betont der Escher Bildungsschöffe Jean Tonnar (LSAP).

Diese Entscheidung wurde einstimmig von den acht Präsidenten der Escher Schulen mit Zustimmung der portugiesischen Eltern getroffen. Er wundert sich: «Es gibt in dieser Sache keinen Überraschungseffekt». Der Grund, warum der Kurs abgeschafft wird, sei, dass er nicht den gewünschten Mehrwert geboten habe. Zudem betont der Schöffe, die Schüler hätten durch den parallelen Kurs einen Teil der regulären Stunden verpasst. Außerhalb der normalen Schulstunden könnten die Schüler natürlich weiterhin die portugiesischen Sprachkurse besuchen.