Damit wurde der bisherige Höchstwert von 244,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr deutlich übertroffen. Die Exporte legten im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent zu auf den Höchstwert von gut 1,2 Billionen Euro. Dabei wuchs das Geschäft mit den EU-Ländern um 2,2 Prozent, während das mit dem Rest der Welt um 0,2 Prozent schrumpfte. Der Außenhandelsverband BGA rechnet fürs laufende Jahr mit einem Exportplus von bis zu 2,5 Prozent auf rund 1,23 Billionen Euro.
Die Top 10
Die zehn wichtigsten Handelspartner Deutschlands nach Außenhandelsumsatz (Exporte und Importe) im Jahr 2015 (zusammengestellt von DPA):
1. USA 173,95 Mrd Euro
2. Frankreich 169,56 Mrd Euro
3. Niederlande 167,08 Mrd Euro
4. China 163,21 Mrd Euro
5. Großbritannien 127,43 Mrd Euro
6. Italien 96,87 Mrd Euro
7. Polen 95,87 Mrd Euro
8. Österreich 95,47 Mrd Euro
9. Schweiz 91,15 Mrd Euro
10. Belgien 77,76 Mrd Euro.Der Wert für Luxemburg lag im Jahr 2015 bei 8,54 Milliarden Euro.
Am Jahresende lief das Geschäft in der führenden EU-Wirtschaftsnation allerdings unerwartet schlecht. Die Ausfuhren fielen im Dezember um 3,3 Prozent zum Vormonat und damit dreimal so stark wie von Ökonomen erwartet. Das war der kräftigste Rückgang seit August 2015. Die Importe blieben am Jahresende dagegen stabil. Im gesamten abgelaufenen Jahr kletterten sie um 0,6 Prozent und erreichten mit 954,6 Milliarden Euro ebenfalls einen Höchstwert.
Was macht Trump?
Die Zahlen dürften die internationale Kritik am deutschen Wirtschaftsmodell befeuern, zumal es auch dem neuen US-Präsidenten Donald Trump ein Dorn im Auge ist. Der stellt bekanntlich den Freihandel in Frage, deshalb macht sich die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft zunehmend Sorgen.
Tatsächlich sind die USA unter den Einzelstaaten der wichtigste Handelspartner. 2015 wurden nach endgültigen Ergebnissen Waren im Wert von rund 174 Milliarden Euro zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gehandelt (Exporte und Importe). Insgesamt gingen knapp 10 Prozent der deutschen Exporte in die USA. Von dort kamen 7 Prozent der deutschen Importe.
58% der Exporte gehen in die USA
Lange Zeit war Frankreich für Deutschland das wichtigste Land bei der Ein- und Ausfuhr von Waren. 2014 wurde Frankreich jedoch von den USA überholt. Dazu trugen der schwächere Euro, aber auch das vergleichsweise stärkere Wirtschaftswachstum in den USA bei. Drittwichtigster Handelspartner für Deutschland sind die Niederlande, die mit ihren Häfen ein wichtiger Umschlagplatz für den Welthandel sind.
Als Staatenverbund ist die EU der größte Handelspartner Deutschlands. Von den deutschen Exporten gehen 58 Prozent in die übrigen Länder der EU. In die Länder der Eurozone gehen 36 Prozent der Ausfuhren.
Wichtigster Kontinent außerhalb Europas für den Handel ist Asien, noch vor Amerika. Allein nach China gehen rund sechs Prozent der Exporte. Insgesamt belegt China als Handelspartner den vierten Platz. Bei den Importen liegt das Land für Deutschland sogar auf Platz eins. Fast zehn Prozent der Einfuhren kommen von dort. Nach Afrika gehen lediglich zwei Prozent der deutschen Exporte und nach Australien und Ozeanien weniger als ein Prozent.
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