Logement, Logement, Logement: Kein Thema bewegt die Luxemburger mehr – und kaum ein Dossier könnte schwieriger sein. Eine Bestandsaufnahme.
Eigentlich langweilt der Politmonitor. Alle paar Monate erscheint Luxemburgs zentrale politische Umfrage. Die immer gleiche Feststellung: Wohnen ist hierzulande „kee Kado“. Warum das so ist, kann man der Umfrage nicht direkt entnehmen. Während die geläufige Lesart lautet, dass ausländische Spekulanten die Preise in die Höhe treiben, ist die Realität leicht komplizierter.
Es gibt sie wohl, die reichen Russen und die kecken Katarer. Ihr Einfluss sollte auch nicht unterschätzt werden, gerade bei kostspieligen und großflächigen Wohnprojekten – aber: Die Mär vom ausschließlich spekulationsgeplagten Luxemburg lässt mehrere Probleme außen vor. Da wären steuerliche Anreize, die Nebeneffekte der Success Story Immigration, steigende Bau- und Landpreise, die kommunalen Wirren und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Nebenwirkungen der Pandemie.
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