An diesem zweiten Spieltag wird bei den Herren mindestens ein Team vorne lockerlassen müssen, denn mit Bartringen und Fentingen treffen zwei Sieger des ersten Spieltags aufeinander. Nach seiner sehr guten letztjährigen Saison und trotz des Sieges im Super Cup ist Bartringen noch nicht in der neuen Spielzeit angekommen. In den beiden bisherigen Auftritten legten Weber und Co. jeweils viel Nervosität an den Tag und machten sich dadurch das Leben reichlich schwer. Fentingen muss nach dem Aderlass von gleich vier Stammspielern teilweise wieder neu aufbauen und hat wenig zu verlieren. Für Besch und Co. beginnt die Saison erst in den Play-offs, für die man sich zu qualifizieren hofft. Zu dem Zeitpunkt muss die Mannschaft eingespielt sein, um dann noch weiter nach vorn zu kommen. „Momentan nehmen wir unsere Stärke noch aus dem Zusammenhalt der verbliebenen Mannschaft, doch wir werden wiederkommen“, versichert Libero Tim Besch. Bartringen wäre trotzdem gut beraten, gleich Druck auszuüben und Fentingen erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Der Fentinger Trainer Dragan Vujovic kann sich derweil, wie das erste Spiel zeigte, auf eine gute Frühform von Kapitän Jakub Lomacz im Angriff stützen.
An diesem Wochenende sollten dann auch endlich alle ausländischen Spieler mit nagelneuen Lizenzen antreten dürfen. Am meisten davon wird Diekirch profitieren. Endlich darf Spielertrainer Francisco Abreu auch im Zuspiel agieren und auch Pedro Luis wird die Annahme verstärken können. Was die komplette Mannschaft wirklich momentan schon wert ist, wird sich zu Hause gegen Strassen zeigen. Der Gegner muss weiterhin auf die verletzten Stefan Ilic und Mateja Gajin verzichten. Somit wird der angeschlagene Brett Dailey wohl wieder auflaufen.
Lorentzweiler dürfte in Esch wenig Probleme haben, mit 3:0 Sätzen und drei weiteren Punkten im Gepäck die Heimreise anzutreten. Sollte Echternach, nach dem Rückfall am Samstag, wieder an die Form der Saison-Vorbereitungsspiele anknüpfen können, dürfte Belair es nicht leicht haben, den ersten Sieg einzufahren. Wichtig für die Vorstädter wäre auch, wenn Trainer Slim Chebbi wieder an der Seitenlinie stehen würde. Denn die Ordnung auf dem Spielfeld ließ gegen Bartringen doch sehr zu wünschen übrig.
Bei den Frauen gehen sich die Sieger des Meisterschaftsauftakts dieses Wochenende aus dem Weg. Gym schlägt in Petingen auf und dürfte den vollen Punkteeinsatz im Visier haben. Der Gegner, nach dem Rücktritt einiger älterer Spielerinnen im Umbruch, hat sich zwar verstärkt, doch ob es reichen wird, einen der drei Saisonfavoriten zu besiegen, ist zu bezweifeln. Die Echternacher Damen befinden sich in einer ähnlichen Lage, denn auch für den Aufsteiger hängen die Früchte noch viel zu hoch. Alles andere als ein 3:0-Sieg von Mamer wäre mehr als überraschend.
Der amtierende Meister Walferdingen hat mit Diekirch schon ein etwas größeres Kaliber zum Gegner. Doch die bereits recht gut eingespielte Mannschaft von Trainer Lolo Van Elslande wird ihr Soll, sprich ein weiteres makelloses Ergebnis, wohl nicht verpassen. Im vierten Spiel empfängt Bartringen mit Steinfort die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison. Steinfort, seit Jahren mit dem gleichen Basisteam antretend, ist nie leicht zu spielen. Sich auf eine zähe Verteidigung basierend, kann Steinfort die besten Teams zum Verzweifeln bringen. Ob Bartringen mit seiner, teilweise neuformierten, Mannschaft schon stark genug ist, um dagegenzuhalten, wird das Spiel dann zeigen.
Zu Demaart
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