
Bange Blicke richteten sich am Samstagnachmittag kurz nach der offiziellen Eröffnung der „Riesling Open“ gen Himmel. Dunkle Wolken beherrschten das Bild und der eine oder andere Regenschauer ging auch im Moseltal hernieder. 16 Weingüter in Wormeldingen, Wormerberg, Ehnen, Ahn und Machtum waren erwartungsfreudig ob des zu erwartenden Besucherstroms. Auch im Hause der frisch gekrönten Rieslingkönigin Céline Max vom Domaine Max Lahr & Fils in Ahn war man besorgt wegen der Wetterkapriolen, doch die Gesichter der gastgebenden Winzer erhellten sich am späten Nachmittag ebenso wie der Himmel, als die Wolkendecke aufriss und die Sonne sich ihren Weg bahnte.
Also dann: Bühne frei zur Degustation von Riesling, Pinot Gris, Auxerrois und prickelnden Perlen. Eine „Strëpp“ macht ihre musikalische Aufwartung im „Schmaachgärtchen“ vom Domaine Max Lahr. Rieslingkönigin Céline ist, nach den aufregenden Tagen vor der Inthronisation, entspannt und unaufgeregt unterwegs. Mit ihren charmanten Prinzessinnen Tessy Marx, Sara Rinnen, Anne Kelsen und Lilli Hippert macht sie den Winzerkollegen in der Rieslinggemeinde ihre Aufwartung.

Vinophile Rallye durch die Rieslinggemeinde
Derweil tummeln sich zahllose Wein- und Crémantfreunde an den Ständen und in den Weinstuben zwischen Machtum und Ehnen. Den gastgebenden Winzern entlockt man die ersten Prognosen über den Erntejahrgang 2022, der für den Laien schwierig zu sein scheint ob der lang anhaltenden Trockenheit in diesem Jahrhundertsommer. Aus berufenem Munde erfährt man jedoch Gegenteiliges. Es sei eine überaus gute Qualität zu erwarten, die Erntemenge sei etwas geringer einzuschätzen als im Jahresdurchschnitt.

Am Sonntag öffnen die Winzerbetriebe ihre Pforten bereits um 11.00 Uhr zur Degustation und bei vielen gibt es auch „e gudde Mauffel“ zur Stärkung. Im Halbstundentakt sieht man Shuttlebusse, die zahlreiche Weinliebhaber aus allen Himmelsrichtungen an die Mosel bringen. Céline Max und ihre Prinzessinnen brechen am frühen Nachmittag, gemeinsam mit Bürgermeister Mathis Ast, auf zu einer weiteren vinophilen Rallye bei Aly Duhr in ihrem Heimatort.
Weiter geht es zum Domaine Schumacher-Lethal, erwartet vom Präsidenten der Privatwinzervereinigung, Erny Schumacher. Herzlich empfangen wird die „Rieslingskinnigin“ auch in der Genossenschaftskellerei Vinsmoselle. Unterwegs begegnet uns das Luxemburger Moselflaggschiff „Princesse Marie-Astrid“, das sich ebenfalls am Zubringerdienst beteiligt und am Ufer der teilnehmenden Gemeinden anlegt. Von der Deisermillen bis zum Wormerberg genießt man bis in die Abendstunden die Rebsortenvielfalt der luxemburgischen Rebenhänge und die Schlinks, Bernas, Kohlls und Pundels sind hocherfreut über den Besucherstrom und das trockene Wetter, auch wenn die Sonne an beiden Tagen nur auf Sparflamme unterwegs war. Zum Wohl auf die Mosel!

Zu Demaart




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