Das Energieministerium hat am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass ein Rekord in der Solarenergieproduktion verzeichnet wurde. Die Mengen an Sonnenenergie hätten sich im Vergleich zum vergangenen Jahr fast verdoppelt. Das erzielte Maximum lag im Juli 2021 noch bei 23,9 Gigawattstunden (GWh). Diese Zahl ist auf ganze 40,1 GWh angestiegen.
Laut Ministerium gibt es zwei Gründe für diesen Anstieg. Einerseits schien die Sonne dieses Jahr im Juli besonders lange: Meteolux verzeichnete 377 Sonnenstunden. Zudem wurden mehr Fotovoltaikanlagen installiert: von 8.653 im Jahr 2021 zu 9.167 im Jahr 2022. Der Anstieg sei vorwiegend durch die Subventionen zu erklären, die von staatlicher Seite aus zur Verfügung gestellt wurden. Energieminister Claude Turmes („déi gréng“) freut sich über diesen Erfolg und sieht in der Solarenergie einen Lösungsansatz, „um aus der Abhängigkeit von russischen fossilen Energieträgern herauszukommen“.
Im Norden und im Osten Luxemburgs wurde laut Pressemitteilung am meisten Sonnenstrom generiert. 11,9 GWh produzierten die Solaranlagen im Norden des Landes, 11,1 GWh im Osten.
18,5 Prozent des nationalen Verbrauchs
Im vergangenen Jahr wurden laut dem Luxemburger Regulierungsinstitut ILR insgesamt 179 Gigawattstunden Strom aus den Fotovoltaikanlagen im Land generiert. Solarenergie ist nicht die einzige Art von Strom, die in Luxemburg hergestellt wird. Der lokal produzierte Strom deckt laut ILR 18,5 Prozent des nationalen Verbrauchs. Die gesamte installierte Produktionskapazität belief sich vergangenes Jahr auf 592 Megawatt – im Vorjahr waren es 522 Megawatt. Das ILR schrieb schon in einem Bericht im Juni, dass „dieser Anstieg vor allem auf die Inbetriebnahme neuer Fotovoltaikanlagen zurückzuführen ist“.
Der größte Teil des in Luxemburg produzierten Stroms stammte 2021 aus erneuerbaren Energiequellen. 77,9 Prozent davon ist nachhaltig hergestellt: 26 Prozent werden durch Windenergie erzeugt, 23,6 Prozent aus Biomasse, 14,8 Prozent durch Solarenergie, 8,5 Prozent aus Wasserkraft und fünf Prozent aus Biogas. Von den nicht erneuerbaren Energien lieferten Erdgas 14,3 Prozent und Müllverbrennung 7,7 Prozent. Insgesamt erzeugte Luxemburg vergangenes Jahr also 993 Gigawattstunden Ökostrom.

Um den Gesamtstromverbrauch des Großherzogtums zu decken, reichen die lokalen Energiequellen (noch) nicht aus. In den nächsten Jahren soll aber beispielsweise die Produktion an Windenergie erheblich gesteigert werden. 2030 soll der durch Windräder in Luxemburg produzierte Strom 674 Gigawattstunden betragen. 2030 soll Windenergie etwas mehr als die Hälfte der Power liefern, die Solarzellen ins Netz bringen. 2040 nähern sich die beiden grünen Energien in ihrer Leistung dann an: Dann sollen Solarzellen 1.442 GWh liefern – und Windräder 1.166 GWh. Damit wäre fast die Hälfte des derzeitigen Verbrauchs des Landes gedeckt, im Vor-Corona-Jahr 2019 verbrauchte Luxemburg 6.397 GWh.
Zu Demaart
An der Pampa ass jo och genuch Plaz fir Wandmillen a Solarparks.
Herrlich, meine Zellen werden bereits Ende August das Soll der letzten Jahre erreichen. Leider geht uns das WASSER flöten. Müssen wohl den Schweizern das Wasser für die tägliche Dusche abkaufen. Wenn ich Energieminister wäre, würde ich mit Alexander in Brüssel reden und gemeinsam eine Meerwasserentsalzungsanlage in Ostende bauen. Die Leitungen bis zum Stausee werden mit dem Überschuss der Pensionsfonds bezahlt! Innovation her, bitte!