Einmal im Jahr wird Ettelbrück zum Mekka der Weinliebhaber. Obwohl die Ortschaft im Norden des Landes eigentlich selbst auf keine Winzerkultur verweisen kann, pilgern dennoch zahlreiche Fans des edlen Rebensafts in die Deichhalle, wenn es wieder heißt: Die „Wäikues am Norden“ hat gerufen.

Bereits zum siebten Mal fand am vergangenen Donnerstag und Freitag der Weinmarkt statt. 27 Privatwinzer waren gekommen, um die Region Nordstad mit ihren Spitzenprodukten zu beglücken. Es handelte sich dabei ausnahmslos um Weine der heimischen Mosel. Die Luxemburger Winzer können durch die Güte ihre Erzeugnisse auch im internationalen Vergleich überzeugen.

Regional einkaufen liegt zudem ganz im Trend der heutigen Zeit. Schon zum Auftakt am Donnerstag füllte sich die große Deichhalle mit vielen Besuchern. Auf den verschiedenen Ständen wurde gepröbelt und man konnte mit den Winzern fachsimpeln. Für die Privatwinzer gilt die Veranstaltung in Ettelbrück als wichtiges Schaufenster für das Publikum im Norden des Landes.

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Organisiert wird der Weinmarkt vom Verband der luxemburgischen Privatwinzer in Zusammenarbeit mit dem Ettelbruck City Tourist Office (ECTO). Unter den Ehrengästen befanden sich wie fast jedes Jahr Fernand Etgen, diesmal jedoch in seiner neuen Funktion als Parlamentspräsident, und LSAP-Landwirtschaftsminister Romain Schneider. Die beiden hochrangigen Politiker brachen selbstverständlich eine Lanze für die heimischen Qualitätsweine. Ern Schumacher, Präsident der Privatwinzer-Vereinigung, verwies darauf, dass sich Luxemburg, trotz der hohen Qualität unseres heimischen Rebensafts, in starker Konkurrenz mit der internationalen Markt befindet. Vergangenes Jahr sei für die Winzer jedoch sehr gut verlaufen.

Seit dem ersten Jahrhundert vor Christus wird bei uns Weinbau betrieben. Heute sind die meist angebauten Sorten in Luxemburg der Rivaner und der Auxerrois. Beim Rotwein gilt der Pinot Noir als Favorit. Der Crémant ist der Aufsteiger der Szene und erfreut sich großer Beliebtheit.

Von unserem Korrespondenten Olivier Halmes

 

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