Der Schwerverbrecher Cihan Guzel wurde am Mittwoch nach Luxemburg ausgeliefert. Zeitweise war er als einer der meistgesuchten Verbrecher auf der Homepage www.eumostwanted.eu geführt.

Der G4S-Täter Cihan Guzel ist wieder in Luxemburg. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Gemeinsam mit zwei anderen Männern verübte der Belgier im April 2013 den spektakulären und brutalen Überfall auf die Luxemburger G4S-Zentrale. Er und seine beiden Komplizen waren damals schwer bewaffnet in das Gelände in Gasperich eingedrungen, mit Sprengstoff verschafften sie sich Zugang zu einem Depot. Auf ihrer Flucht nach Belgien nahmen sie mit Maschinengewehren die Luxemburger Polizei unter Beschuss.

Anzeige

Ein Jahr später schnappten Spezialeinheiten der belgischen Polizei die drei in Charleroi und Lüttich – und lieferten sie später nach Luxemburg aus. Im Februar 2016 begann der Prozess, am 25. Januar 2018 wurde schließlich das Urteil rechtskräftig: 22 Jahre Haft für jeden der drei Verbrecher – wegen versuchten Mordes, Handels mit Waffen, Munition und Sprengstoff sowie wegen des bewaffneten Überfalls mit einer Bande.

Aber nur zwei der Verurteilten konnten die Haft sofort antreten. Denn der dritte, Cihan Guzel, war verschwunden: Er wurde von der Justiz im Verlauf des Verfahrens auf freien Fuß gesetzt.  Zu den Verhandlungen erschien er, seine 22 Jahre lange Gefängnisstrafe wollte er aber offenbar nicht antreten. Daraufhin veröffentlichte die Polizei eine Fahndunsmeldung – und Guzels Gesicht tauchte auf der Europol-Webseite “Europe’s Most Wanted Fugitives” auf.

Am 27. Oktober wurde der flüchtige Schwerverbrecher im spanischen Marbella verhaftet – und ist nun wieder zurück in Luxemburg.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here