Schrumpfender Lebensraum und schwindende Futterquellen machen den Bluthänfling zum traurigen Beispiel einer ganzen Reihe von Vögeln, die auf der Vorwarnliste der Roten Liste stehen.

Mit seiner rot leuchtenden Stirn und Brust ist der männliche Bluthänfling ein farbenfroher Bote einer ernüchternden Nachricht: Die Rote Liste, die vom Aussterben bedrohte Tierarten auflistet, wird immer länger. Rund 30 Prozent der 96.951 untersuchten Spezies sind laut WWF im Jahr 2018 vom Aussterben bedroht. 13% aller Vögel der Welt sind 2012 auf der rezentesten Liste als „bedroht“ eingestuft.

Der Vogel, der der Familie der Finken angehört, ernährt sich von den Sämereien von Wildkräutern auf Feldern. Durch den Einsatz von Herbiziden und das Umpflügen von Feldrändern schwindet seine Nahrungsgrundlage jedoch. Er ernährt sich vor allem von den Samen von Disteln, Vogel- und Sternmiere, Beifuß und Ampfer. Die typischen Nistplätze des 13 bis 14 Zentimeter großen Vogels – dichte Sträucher und Heckengewächse – bleiben ebenfalls vom Eingriff in die Umwelt nicht verschont.

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Der Erhalt von „Bongerten“, die Pflege von Hecken sowie Blühstreifen rund um Felder seien ein guter Anfang, um nicht nur diesem Offenlandvogel das nötige Lebensumfeld zu bieten.

Er ist damit ein Beispiel für eine ganze Reihe an Vögeln, deren Bestand zwar im Moment noch stabil ist, in Zukunft jedoch Gefahr drohen könnte, erklärt „natur&ëmwelt“. In Deutschland gilt der Bluthänfling bereits als gefährdet, in Bayern ist er als „sehr gefährdet“ eingestuft.

Damit ernennt „natur&ëmwelt“ dieses bunte Kerlchen zum Gesicht des Kampfes für mehr Biodiversität und den Erhalt der natürlichen Lebensräume aller Tierarten.

Eine Infobroschüre mit dem Titel „De Flussfénk – e Vegetarier?“, die für die Schüler der Zyklen 3 und 4 gedacht ist, soll den Kindern die Wichtigkeit des Umweltschutzes näherbringen und den Vogel, der sich nur gelegentlich von Insekten ernährt, vorstellen. MP

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