Null beziehungsweise ein Punkt: Die Bilanz der ersten beiden Meisterschaftsauftritte von Déifferdeng 03 und der Escher Jeunesse im Jahr 2019 ist desaströs.

Die aktuelle Talfahrt nagt am Selbstvertrauen – und verschont die Leistungsträger der kriselnden Europapokalanwärter nicht. Die Jeunesse musste die Tabellenführung nach zwölf Spieltagen vor zwei Wochen an den Stadtrivalen abgeben und hat ihren Sechs-Punkte-Vorsprung (11. Spieltag) verspielt. Aus den letzten vier Meisterschaftsbegegnungen gab es nur zwei Punkte.

Johannes Steinbach, Abwehrchef der Escher, leistete sich am Sonntag erneut einen kapitalen Schnitzer, der nach nur drei Minuten zum ersten Gegentreffer führte. Das Gleiche war ihm bereits bei der ersten Saisonpleite in Petingen widerfahren, als eine misslungene Grätsche den Weg für den UTP-Führungstreffer freimachte. „Hinten müssen wir diese Fehler unbedingt abstellen“, forderte Trainer Marc Thomé, der neben den individuellen Fehlern auch mangelnden Realismus vor dem Tor als Gründe für die aktuelle Phase nannte. Die Verletzungsmisere gelte nicht als Entschuldigung (Saisonaus für Luisi, Pedro könnte am Wochenende wieder einsatzbereit sein). „Dramatisch ist die Situation nicht, wenn man zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft nur einen Punkt hinter dem Leader steht. Allerdings müssen wir am Sonntag in Ettelbrück die Kurve bekommen und gewinnen, denn danach wartet der F91 auf uns.“

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Bereits durchgereicht wurde Déifferdeng 03: Nach fünf Niederlagen in Serie (inklusive Pokalaus gegen Mondorf) rutschte die Elf von Arno Bonvini von Platz drei auf sieben. Dem Verein aus der „Cité du fer“ machte am 14. Spieltag eine Grippewelle einen Strich durch die Rechnung: „Wenn sechs Leute fehlen, trainierst du mit angezogener Handbremse, damit sich niemand verletzt“, blickte Arno Bonvini zurück. Doch die Personalnot hält an: Am Sonntag fehlen gegen UT Petingen gleich drei Leistungsträger – ausgerechnet drei Verteidiger: Jänisch und Franzoni flogen in Strassen vom Platz, Siebenaler fehlt gelbgesperrt. Während Rodrigues und Neuzugang Semedo auf den Außenposten einspringen könnten, dürfte auch Bukvic in die Zentrale zurückkehren.

„Wir sind uns bewusst, dass wir uns in einer schlechten Phase befinden. Es gab Gespräche mit dem Präsidenten und dem Trainerstab. Jeder macht sich Gedanken, was wir unternehmen können, um aus diesem Loch herauszukommen“, so Bonvini.
Probleme gibt es – wie derzeit bei der Jeunesse – bei der Torausbeute. Allerdings betrifft Déifferdeng 03 dies umso mehr: Seit dem 4. November hat die Bonvini-Elf kein BGL-Ligue-Tor mehr geschossen. „Differdingen hat keinen Mann mehr, der 25 Tore schießt … Das ist jetzt die Aufgabe der gesamten Mannschaft.“

Ob die Europa League ein realistisches Ziel bleibt? „Ich habe nie viel vom Europapokal geredet. Meine Ambition ist es, jetzt erst einmal gegen Petingen zu gewinnen. Man sieht ja, wie schnell es nach zwei Begegnungen nach oben oder unten gehen kann. Im Moment geht es nicht darum, zu träumen, und das sage ich nicht, weil wir nicht mehr dran glauben.“

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