Anstatt dass Gemeinderatssitzungen, Infoveranstaltungen und Umweltprüfungen zur Umklassierung eines gigantischen Areals in eine „Zone Datacenter“ in Bissen zu mehr Klarheit führen, ist genau das Gegenteil der Fall. Die Bürger fischen im Trüben. Niemand weiß genau, was auf dem insgesamt 35 Hektar großen Gelände am Ort „Buusbierg“ schließlich entstehen soll und vor allem, welche Auswirkungen ein Megaprojekt à la Google-Datacenter hat.

Der Bauträger, die Gesellschaft LondonBridge, schweigt, die Aussagen des Bissener Schöffenrates und des beauftragten Studienbüros sind über weite Strecken sehr konfus, die zuständigen Ministerien geben sich bedeckt, politische Parteien sind stumm …
Es gibt keine genauen Anhaltspunkte über den späteren Bedarf an Trinkwasser, über die Kühlung, über Lärm- und Lichtbelästigung, über die genaue Höhe der Gebäude, über den zu erwartenden immensen Stromverbrauch, über die zusätzlichen Verkehrsbeeinträchtigungen, über die Ableitung des Oberflächenwassers usw., usf.

In diesen Tagen sollen die Bürger ihre Einwände an den Schöffenrat oder auch an das Ministerium für nachhaltige Entwicklung einreichen, bevor der Gemeinderat die definitive Entscheidung zur Umklassierung des Areals treffen wird. Doch auf was sollen sich die Bürger bei ihren Einwänden denn bitte berufen? Auf das Hörensagen? Auf Aussagen, die mit „vielleicht“, „womöglich“ oder „voraussichtlich“ beginnen? Diese öffentliche Prozedur wird so zur absoluten Farce.

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