Was würden Sie sagen, wenn man Ihnen erklären würde, dass Sie Büroschränke des gleichen Modells oft mit dem gleichen Schlüssel öffnen können? Oder dass die Zahl, die manchmal auf einem Schloss steht, es erlaubt, einen Ersatzschlüssel zu bestellen?
Einem solchen Schloss würden Sie wahrscheinlich nicht vertrauen. Sie würden keine Wertgegenstände in so einem Schrank aufbewahren. Wenig Vertrauen hätten die meisten Menschen wohl auch, wenn der Schlüssel eher wie ein Spielzeug aussähe als wie ein ernst zu nehmendes Werkzeug.

Im Internet machen viele Menschen aber genau diesen Fehler. Sie benutzen zu schwache Passwörter und sie benutzen ein und dasselbe Passwort für eine ganze Reihe von Onlinediensten. Gelingt es Hackern dann, das Passwort und die E-Mail-Adresse bei einem Onlinedienst zu erbeuten, stehen ihnen plötzlich Tür und Tor zu einer ganzen Reihe anderer Benutzerkonten des Opfers weit offen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich nicht. Trotzdem muss man Kriminellen das Leben nicht noch leichter machen. Vor allem dann nicht, wenn mit relativ wenig Aufwand ein vergleichsweise großer Effekt erzielt werden kann.

Um ein wenig ruhiger zu schlafen, reicht es bereits, sich für jeden Onlinedienst ein anderes, möglichst langes Passwort auszudenken – zum Beispiel einen ganzen Satz, den man sich merken kann – und beim Möbelkauf aufzupassen.

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