Laut Nissan Europe ist der neue 1,3-Liter-Benzinmotor die passgenaue Antwort auf die Herausforderungen des Verkehrs und die Kundenwünsche von morgen. Er ersetzt die 1,2 Liter mit 115 PS und 1,6 Liter mit 163 PS, und Nissan informiert, dass man aus diesem 1,3-Liter-Benziner höheres Drehmoment, verbessertes Ansprechverhalten und betonte Wirtschaftlichkeit erhält. Das gilt für die Version mit 140 PS und einem Drehmoment von 240 Nm und auch für die Ausgabe mit 160 PS und einem Drehmoment von 260 Nm bei manuellem Getriebe oder 270 Nm mit 7-Gang-Automatik. Der Verbrauch bewegt sich zwischen 5,3 und 5,8 Liter, abhängig von der Reifengröße, sagt man bei Nissan, das seinen Qashqai wahlweise mit 17-, 18- oder 19-Zoll-Reifen auf die Straße schickt. Der CO2-Ausstoß bewegt sich zwischen 121 und 131 g/km.

Erproben konnte man die drei Modelle auf den Bergstraßen rund um Barcelona, irgendwie kamen die Routen einem bekannt vor, das ist normal angesichts der vielen Kilometer, die man jedes Jahr mit Autos unterschiedlicher Marken hier abspult. Der Qashqai musste über kleine Dorfstraßen, durch enge Kurven, auf viel befahrene Landstraßen, in den Stadtverkehr und auf die Autobahn, das gehört zum Testumfang. GPS-Karte und Sprechanweisungen sollen einem die Sache erleichtern. Doch was kann ein GPS schon dafür, wenn „… die erste Ausfahrt rechts“ in einen Binnenhof mündet oder die „… dritte Ausfahrt im Kreisverkehr“ einen dahin zurückführt, von wo man hergekommen ist?

Das Beste am Qashqai sind seine ausgezeichneten Sitze, sein allgemeines Komfortniveau, seine Bedienungseinfachheit und sein gutes Handling. Der Motor liegt einigermaßen gut am Gas, er ist beileibe kein Kraftprotz, zeigt sich aber geduldig und stotterfrei bei schaltfauler Fahrweise. Wie gesagt, hier arbeiten 140 oder 160 PS für den Alltag ohne sportliche Ansprüche, die 20 PS Unterschied zwischen beiden merkt man so gut wie nicht.

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Wer auf Automatik setzt, hat sowieso keine Wahl und wird sich mit der Kombination von 160 PS mit einer 7-Gang-Automatik anfreunden, die sowohl in der Stadt als auch über Land zufriedenstellenden Fahrspaß bietet und im Stau Nerven und Wadenmuskeln des Fahrers schont. In puncto Komfort und Handling hat sich Nissan beim neuen Qashqai für eine ausgewogene Balance zwischen weicher Federung und Standhaftigkeit in den Kurven entschieden.

Das kommt dem Fahrkomfort zugute, Renault-Kenner werden auch am Qashqai ihre Freude haben. Ansonsten bleibt die Feststellung, dass die Allianz auf Benzin setzt. Die inhärenten Vorteile des Diesels scheinen wie weggepustet im Sturm der Stickstoff-Entrüstung. Und Allrad gibt’s auch keinen bei den Benzinern. Den braucht ein normales SUV ja auch nicht, aber das weiß man ja nicht erst seit gestern.

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