Bekanntlich wird der Markt derzeit von SUVs überschwemmt, viele davon verfügen über Allradantrieb, doch die wenigsten wissen ihn sinngemäss einzusetzen, oder trauen sich gar nicht erst mit ihren Luxuskreuzern ins Gelände. Ihnen reicht es, auf winterlichen Strassen voranzukommen oder ab und zu mal eine Schotterpiste auf dem Weg zum Wochenendhaus zu befahren.

Anders dagegen der kleine Jimny, Familienname Suzuki, gemacht für das Gelände, ein Jeep der ganz speziellen, sprich der einzigen Art. Denn in der Übersicht aller Geländewagen, Crossover und SUVs gebührt ihm die Ehre, der einzige in seinem Segment zu sein, weil die einen dafür entweder zu gross oder nicht gut genug dafür sind oder beides. Viele kleine und kompakte SUVs haben keinen Allrad, während die grossen meist keine Lust haben, sich im Gelände zu blamieren.

Es gibt natürlich Allradwagen gehobenen Standards, die auch im Gelände zuhause sind, doch wie gesagt, sie sind gross und imposant gebaut, der Jimny dagegen ist klein, ausdauernd und mit allen Wassern gewaschen.
Dazu gibt es einiges zu sagen: in seiner nunmehr vierten Generation – die erste kam 1970, die dritte endet 2018 – präsentiert er sich eckiger aber attraktiver denn je.

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Die erste Generation hatte Suzuki als funktionellen Allradler für ganz spezielle Einsatzbereiche konzipiert, die zweite hatte eindeutig die Züge eines Freizeitmobils für Stadt und Land angenommen, die dritte hatte sich mehr Komfort und bessere Ausstattung geleistet, die vierte vereint nun alle vergangenen Tugenden in einer harmonischen Einheit, die auf einem viereckigen Design, einem Chassis mit hoher Torsionssteifigkeit, einer leistungsfähigen Aufhängung mit Federbeinen, hoher Bodenfreiheit und kurzen Überhängen mit hohen Anstellwinkeln sowie dem Allgrip Pro zuschaltbarem Suzuki-Allrad beruht. Das Ganze ergibt ein spassiges Paket für lustige Entdeckungsreisen in abgeschiedener Natur oder, auf Luxemburg bezogen, in einem privaten Waldgrundstück, falls nicht gerade eine Treibjagd stattfindet oder Almabtrieb oder irgendein anderer Volkslauf.

75 kW/102 PS leistet der kleine 1,5 Liter Benziner im Jimny, das reicht fürs Gelände, auf der asphaltierten Strasse kommt man sich etwas klein vor, von Überholvorgängen ist abzuraten, es geht zwar voran und für die Stadt reicht es allemal, obwohl man sich dann fragen sollte, was man mit diesem Bergsteiger in einer Stadt will. Im Gelände zeigt der Jimny wahre Grösse, er meistert Steine, Geröll, Wiese und Schlamm und zieht munter kleine Kuppen hinauf, hinunter und wieder hinauf, hier kommt ihm seine Bodenfreiheit und die hohen Anstellwinkel zu Hilfe, wo grössere Allradler sich längst mit ihren vorderen und hinteren Stosstangen zwischen zwei Kuppen eingekeilt hätten. Der Jimny hat zuschaltbaren Allrad mit Untersetzungsgetriebe der Güte Allgrip Pro, er hat Hill Descent und macht dort Spass, wo es andere gar nicht erst versuchen. Heisser Tip (und auch Typ) für Schlammschlachten!

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