Der neue Audi A6 hat neue Ansprüche in der gehobenen Mittelklasse definiert und in Serie gebracht. Damit liegt die Marke wieder an der Spitze in einem Segment, das mittlerweile räumliche Grössenordnungen umfasst, die ansatzlos in die Oberklasse hineinreichen, was Länge, Breite und Ausstattung betrifft.

Mit dem A6 vollzieht man den Einstieg in ein neues Zeitalter der Digitalisierung, wo das neue MMI Touch-response Bediensystem, mit zwei grossen Displays hinter dem Lenkrad und an der Mittelkonsole, mit Multifunktionstasten am Lenkrad und vielen unsichtbaren, aber umso wichtigeren, kleinen Helfern, die Musik macht. Wie das „zentrale Fahrerassisten-Steuergerät „zFAS“, das mit Radarsensoren, Infrarotkamera, Ultraschallsensoren und Laserscanner arbeitet. Aufwendig und zuverlässig soll es sein, Hauptsache, es funktioniert und so lange der Fahrer nichts davon merkt, umso besser.

„Also früher hättest du mit diesem technischen Aufwand ein U2-Flugzeug vom Himmel geholt, knirschte Oma mit den Springerstiefeln, während sie die Ermässigungs-Coupons aus einem Werbesprospekt herausschnitt. Mit dem elektronischen Aufwand allein ist es nicht getan, denn auch optisch macht der neue A6 eine gute Figur, aussen fühlt man sich sofort in den Bann unaufdringlicher Eleganz gezogen, innen geniesst man vornehmes und gepflegtes Ambiente, was Oma zur Schlussfolgerung veranlasste : „Ich hoffe, du hast vollgetankt, denn so schnell steig‘ ich hier nicht mehr aus.“

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Und so fuhren wir los, leicht , locker und stilvoll vorangebracht von den 340 PS des Dreiliter Sechszylinder Benziners im A6 55 TFSI, mit seinen 500 Nm Drehmoment kein Freund von Traurigkeit und bestens auf die 7-Gang-Automatik abgestimmt und, je nach Fahrprogramm das man im „Audi Drive select“ wählt, durchaus eine Sportlimousine mit Herz und Temperament, die viel Freude in den gehobenen Mittelklassealltag bringt. Es geht rasant voran im Sportprogramm, das elektronische Fahrwerk kümmert sich um Dämpfer und Luftfederung und sorgt dafür, dass alles im Lot bleibt, das kann sehr stramm und hart wirken, aber irgendwie freut man sich, wenn diese Luxuslimousine den Insassen ab und zu mitteilt, dass man hier auf Strassen und nicht auf einem Billardteppich unterwegs ist. Der 55 TFSI hat natürlich quattro Allrad, wenn und wann der arbeitet, merkt man kaum, allein darum geht es. Nach langer Fahrt und einem Verbrauch von knapp 8 Litern gab es ein weiteres Schmankerl für Oma. Dann nämlich, wenn man das Auto abschliesst und die Vorder- und Heckleuchten kurzzeitig aufblinken, so wie Landelichter am Flughafen. „Na, ich hatte doch Recht. Damit holst du einen U2 runter auf die Landepiste“, grinste sie.

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