Heftige Regenfälle sind in der Nacht auf Sonntag über Luxemburg niedergegangen – und prasseln den ganzen Tag über auf das Großherzogtum. “Am Findel haben wir in der Zeit vier Liter pro Quadratmeter gemessen”, erklärt ein Sprecher von Meteolux gegenüber dem Tageblatt.

Der nationale Wetterdienst hat die Alarmstufe Gelb ausgerufen. “Wir rechnen damit, dass am Sonntag insgesamt 20 bis 30 Liter Regen fallen werden”, sagt der Meteorologe. Der anhaltende Starkregen sorgte für Überschwemmungen im ganzen Land. In der nacht von Sonntag auf Montag liefen bei der CGDIS die Telefone heiß: 54 Notrufe gab es insgesamt. Die Feuerwehrleute mussten in der Nacht außerdem 14 Mal wegen überschwemmten Kellern ausrücken und fünf weitere Einsätze gab es wegen vom Wind umgerissenen Bäumen oder abgerissenen Ästen.

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Das Wasserwirtschaftsamt hatte bereits am Samstag einen Gefahrenhinweis veröffentlicht. “Der Hochwassermeldedienst ist in Warnbereitschaft”, schrieb die Behörde. “Es bestehe die Gefahr von größeren Überschwemmungen mit Ausuferungen, die erhebliche Auswirkungen auf Menschen und ihr Eigentum haben können.”

Besonders betroffen sind die Pegel der Alzette. Hier wurde noch am Sonntag die Alarmschwelle überschritten. Bei Roeser trat der Fluss über seine Ufer und überschwemmte die danebenliegenden Felder. Im Norden wurden die “Däichwisen” in Ettelbruck überschwemmt. Die Feuerwehr hatte die Anwohner bereits am Sonntagnachmittag gewarnt und gebeten, sämtliche Autos auf dem dortigen Parkplatz wegzufahren, doch nicht alle leisteten dem Aufruf Folge.

Auch an der Attert hatte am Sonntagnachmittag der Grenzwert zum Hochwasseralarm überschritten. Obwohl die Niederschläge im Laufe des Sonntags etwas nachließen, stiegen die Pegel weiter. “Sie erreichen in der Nacht und in den Morgenstunden ihren Scheitelwert”, teilte das Amt mit.

 

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