Heftige Regenfälle sind in der Nacht auf Sonntag über Luxemburg niedergegangen. Zwischen 11 und 12 Uhr traf es vor allem den Süden. “Am Findel haben wir in der Zeit vier Liter pro Quadratmeter gemessen”, erklärt ein Sprecher von Meteolux gegenüber dem Tageblatt. Der nationale Wetterdienst hat die Alarmstufe gelb ausgerufen. “Wir rechnen damit, dass heute insgesamt 20 bis 30 Liter Regen fallen werden”, sagt der Meteorologe. Seit Mitternacht seien bereits 17 Liter gefallen.

Das Wasserwirtschaftsamt hatte bereits am Samstag eine Warnung ausgesprochen. “Der Hochwassermeldedienst ist in Warnbereitschaft”, schrieb die Behörde. “Es bestehe die Gefahr von größeren Überschwemmungen mit Ausuferungen, die erhebliche Auswirkungen auf Menschen und ihr Eigentum haben können.”

Anzeige

Besonders betroffen seien die Pegel der Alzette. Hier könnte noch am Sonntag Hochwassseralarm ausgerufen werden. Auch an der Attert soll am Nachmittag der Grenzwert zum Hochwasseralarm überschritten werden. Obwohl die Niederschläge im Laufe des Tages nachlassen werden, steigen die Pegel weiter. “Sie errechen in der Nacht und in den Morgenstunden ihren Scheitelwert.”

Die nationale Einsatzzentrale CGDIS teilt auf Tageblatt-Anfrage mit, dass es vermehrt Einsätze wegen vollgelaufener Keller gäbe, die Lage aber “nicht dramatisch” sei.

Laut Meteolux sind die derzeitigen Niederschläge “nicht extrem”. Bei den Überschwemmungen im Müllerthal im Juni des vergangenen Jahres prasselten in nur einer Nacht 60 Liter Regen pro Quadratmeter auf den Boden hinab. Durchschnittlich fallen im Februar in Luxemburg über den ganzen Monat hinweg 62 Liter Niederschläge, über das Jahr gesehen sind es 897 Liter.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here