Als Favoritinnen gingen die vier Freundinnen (eine Reserve) des Vereins aus Roodt/Syr in die Partie und dieser Rolle wurden sie auch ohne große Diskussion gerecht. Die Mission Titelverteidigung gelang im Finale gegen Bascharage. Besonders ist, dass die vier Damen sich seit Ewigkeiten kennen, viele Jahre in der Nationalmannschaft zusammengespielt haben und dies nun auch seit ein paar Jahren im Verein tun.

Von Pol Daix

„Unsere Mannschaft hat gut zusammengehalten. Wir haben viel miteinander trainiert und uns auf den Gegner eingestellt. Diesen Titel wollte die Mannschaft unbedingt, was sehr wichtig war in solchen Spielen“, so Tessy Gonderinger nach dem Titelgewinn. Sie war es, die den Weg zur Titelverteidigung mit ihrem Sieg über Egle Sadikovic ebnete. Trotzdem will die junge Lehrerin dies nicht als Vorentscheidung sehen: „Es war ein wichtiges Spiel, jedoch nicht spielentscheidend, um hier heute (gestern) zu gewinnen.“
Als klaren Vorteil sieht Gonderinger die Tatsache, dass es sich beim Team nicht nur um Kolleginnen, sondern um Freundinnen – gemeint sind Danielle Konsbrück, Annick Stammet und Vinita Schlink – handelt: „Wir kennen uns schon ewig, verstehen uns sowohl im Tischtennis wie auch privat super und unternehmen viel miteinander. Das hilft dann viel, um Titel wie jenen von heute (gestern) zu gewinnen.“
Es ist sicherlich diese Geschlossenheit, die diese Mannschaft zusammenhält: In knappen Situationen springt jeder auf, um dem anderen zu zeigen, dass er auf die Unterstützung zählen kann. Auch gestern beim Pokalfinale war dies wieder der Fall, als beispielsweise Konsbrück gegen Sadikovic schwierige Phasen erlebte.
An eine Trennung – wie beispielsweise im Ausland zu spielen – denken die Frauen des DT Roodt/Syr auch nicht, wie Gonderinger betont: „Im Moment spielen wir nicht mit dem Gedanken, zu wechseln, sondern spielen weiterhin hier zusammen.“ Im Hinblick auf den Rest der Saison hat die Mannschaft vom DT Roodt/Syr klare Vorstellungen: „Zurzeit sieht es im Hinblick auf die Play-offs sehr gut aus. Für dieses Ziel haben wir gute Karten. Zu Beginn der Meisterschaft war der Plan so definiert, dass es erstmals darum gehen würde, die Klasse zu halten. Nach den guten Resultaten können wir aber den Blick nach oben wagen und die Play-offs anstreben“, so eine positiv gestimmte Gonderinger.
Dieses Ziel ist auch durchaus realistisch, mit einer starken Nummer eins, gefolgt von Pokal-Gewinnerinnen, die in jeder Situation zusammenhalten und einander stets Rückhalt geben.

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