Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft startet heute in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020. Die FLF-Auswahl hat eine schwere Gruppe erwischt und tritt in den kommenden acht Monaten gegen Europameister Portugal, Serbien, die Ukraine und Litauen an. Vor dem Auftakt der Kampagne wirft das Tageblatt einen Blick auf die Gegner, die FLF-Auswahl und die Endrunde.

Von Dan Elvinger und Christelle Diederich


4 EM-Qualifikationsspiele werden noch im Stade Josy Barthel ausgetragen, bevor die FLF-Nationalmannschaft sowie die nationale Rugby-Auswahl ins neue (noch namenlose) Nationalstadion auf der Cloche d’Or umziehen werden. Zudem findet am 2. Juni ein weiteres Heimspiel gegen Madagaskar statt, allerdings ist der Austragungsort noch nicht bekannt. Die Eröffnung der neuen Arena ist für Ende 2019 geplant.


2.100

2.100 Dauerkarten hat die FLF im Vorfeld der Kampagne verkauft – alle Plätze auf der Haupttribüne sind restlos ausverkauft. Der nagelneue Onlineshop sowie das praktische Kreditkartenformat der Quali-Abonnements haben die Besitzer bereits positiv überrascht. Die restlichen Eintrittskarten waren bis gestern in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich und sind heute an der Abendkasse verfügbar.


18

18 Jahre alt ist der jüngste Nationalspieler, den Luc Holtz nominierte. Ersatztorwart Tim Kips wurde im November 2000 geboren – hat allerdings noch einen langen Weg vor sich, um am erfahrenen Duo Anthony Moris-Ralph Schon vorbeizukommen. Im gleichen Jahr kamen die beiden Startelf-Kandidaten Leandro Barreiro und Vincent Thill zur Welt. Beide haben ihren 19. Geburtstag bereits gefeiert.


8

8 statt der erhofften 10 Qualifikationsbegegnungen wird die Luxemburger Nationalmannschaft zwischen März und Mitte November bestreiten. In der Fünfergruppe bekommt es die FLF-Auswahl mit dem Weltranglisten-Sechsten Portugal, der Ukraine (WRL-30.), Serbien (WRL-31.) und dem heutigen Gegner Litauen (WRL-132.) zu tun.


31

31 Punkte in 109 Begegnungen holte Luxemburg seit der Einführung der Qualifikation für eine Europameisterschaft 1964. Elf Punkte wurden in den letzten drei Kampagnen gewonnen.


10

Insgesamt gibt es zehn Gruppen, fünf mit fünf Mannschaften, fünf mit sechs (55 Verbände). Für die EM qualifizieren sich jeweils die beiden Gruppenersten (20 Teams) sowie die vier Gewinner der Play-offs der Nations League. Die „normale“ Quali läuft bis zum 19. November, die Play-offs werden erst im März 2020 gespielt.


35

35 Plätze machte die FLF-Auswahl im September 2017 in der Weltrangliste gut (nach dem Sieg gegen Weißrussland und dem Remis gegen Frankreich). Dieser 83. Platz der Welt war das beste Ranking der Geschichte. Bei der letzten Aktualisierung im Februar lag die Elf von Nationaltrainer Luc Holtz mit 1.276 Punkten auf Rang 87.


12

Im Sommer 2020 findet die erste paneuropäische EM statt. Gespielt wird vom 12. Juni bis zum 12. Juli 2020 in Deutschland (München), Aserbaidschan (Baku), Dänemark (Kopenhagen), England (London), Irland (Dublin), Italien (Rom), den Niederlanden (Amsterdam), Rumänien (Bukarest), Russland (St. Petersburg), Schottland (Glasgow), Spanien (Bilbao) und Ungarn (Budapest).


100

Mario Mutsch kann als erster Luxemburger die 100er-Marke erreichen. Der Rekordnationalspieler steht derzeit bei 99 Einsätzen.


692

Die portugiesische Nationalmannschaft hat den höchsten Marktwert (laut transfermarkt.de) in der Gruppe B. Ronaldo & Co. sind zusammen 692 Millionen Euro wert. Dahinter folgen Serbien (387,65), die Ukraine (117,65), Luxemburg (11,58) und Litauen (9,93). Wertvollster Spieler der FLF-Auswahl ist Vincent Thill mit einem Marktwert von drei Millionen Euro.


Die Topstars der Gruppe B

Cristiano Ronaldo (Portugal)

Der fünffache Weltfußballer war seit der WM-Endrunde im vergangenen Sommer in Russland nicht mehr für Portugal im Einsatz. Am vergangenen Freitag gab der Megastar von Juventus Turin sein Comeback für sein Heimatland. Für die „Seleção“ kam CR7 in bislang 154 Länderspielen auf 85 Tore.

Bernardo Silva (Portugal)

Bei Manchester City ist der schnelle und trickreiche Flügelstürmer einer der Lieblingsschüler von Trainer Pep Guardiola. Vor einer Woche verlängerte der 24-Jährige seinen Vertrag bei den „Citizens“ bis 2020. In dieser Saison kam er in 41 Spielen für City auf zehn Treffer und elf Vorlagen.

S. Milinkovic-Savic (Serbien)

Im spanischen Lleida geboren, aufgewachsen in Graz und fußballerisch bei Vojvodina Novi Sad groß geworden. Sergej Milinkovic-Savic steht derzeit noch bei Lazio Rom unter Vertrag, gehört aber zu den begehrtesten Mittelfeldspielern Europas und steht vor einem teueren Wechsel zu einem Topverein.

Luka Jovic (Serbien)

Die Entdeckung der aktuellen Bundesliga-Saison. Der erst 21-jährige Stürmer erzielte für Eintracht Frankfurt bereits 15 Tore in 24 Spielen. Sein Marktwert stieg innerhalb eines Jahres von zwei auf 55 Millionen Euro. Bei einem Weiterverkauf profitierte aber Benfica, das Jovic an Frankfurt ausgeliehen hat.

A. Schewtschenko (Ukraine)

Der Trainer ist der Star. Andrej Schewtschenko ist der bis dato erfolgreichste und beste Fußballer, den die Ukraine hervorgebracht hat. Der ehemalige Stürmer des AC Mailand entschied sich 2012, in die Politik zu gehen. Im Juli 2016 kehrte er ins Fußballgeschäft zurück und wurde Nationaltrainer.

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