526 Minderjährige leben in Luxemburg in Pflegefamilien – zumindest am Stichtag, dem 1. Oktober 2018. Das geht aus einer Antwort von Justizminister Félix Braz auf die parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Roy Reding (ADR) hervor. Am 1. Oktober 2017 waren es 500 Kinder.

Die Gründe dafür, warum Kinder ein Zuhause bei einer Pflegefamilie brauchen, sind laut Braz vielfältig. “Sie hängen vom sozialen und familiären Umfeld des Minderjährigen ab, seinem Verhalten und seiner Entwicklung – und vom Willen der Familie, um aktiv zu kooperieren”, sagt Braz. Die Entscheidung für die Unterbringung eines Kinds in einer Pflegefamilie werden von Fall zu Fall getroffen, es gebe ein “komplexes Ensemble faktueller Umstände”.

Falls die Eltern nicht mit der Unterbringung einverstanden sind – oder selbst eine Gefahr für das Kind darstellen – schalte die Staatsanwaltschaft die Polizei ein. Im Idealfall rücken dann Zivilbeamte aus, die auf solche Fälle spezialisiert sind. Braz erklärt, dass es derzeit jedoch keinen Dienst gibt, der zu allen Tages- und Nachtzeiten Kinder von ihrem Elternhaus wegbringen kann. Dabei könnten viele Fälle nicht warten. Im Notfall müssten Polizisten in Uniform das Kind abholen. “Jede Initiative, die dazu beiträgt, das zu ändern, ist zu unterstützen”, sagt Braz.

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