Bei den letzten Kollektivverträgen in der Luxemburger Stahlbranche wurden aufgrund der angespannten Lage im Sektor – u.a. gab es ein Überangebot durch wachsende chinesische Konkurrenz – keine großen Sprünge bei den Löhnen ausgehandelt.

Jetzt allerdings ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns, wie dies von den ArcelorMittal-Verantwortlichen in der Stahltripartite erklärt wurde, eine bessere; es geht dem Unternehmen gut. Noch ist der Stahlgigant der einzige Arbeitgeber in dem Sektor.
Dies wird sich allerdings kurzfristig ändern, wenn 300 Beschäftigte zusammen mit ihrem Werk in Düdelingen von « Liberty House » übernommen werden.

So weit ist es allerdings noch nicht ganz, sodass der Arbed-Nachfolger ArcelorMittal zurzeit einziger Verhandlungspartner des OGBL ist, der in dem Bereich an allen Standorten die Mehrheit in den Delegationen stellt.

Wie Jean-Claude Bernardini, zuständiger Verhandlunssekretär, erklärt, laufen die Kollektivertragsverhandlungen seit geraumer Zeit und werden nach den Sozialwahlen intensiv weitergeführt. Nach mehreren Abschlüssen, bei denen u.a. mehr Ruhetage und eine Gewinnbeteiligung ausgehandelt wurden, sei es jetzt an der Zeit für eine spürbare Lohnerhöhung, so Bernardini, der auf die gute wirtschaftliche Lage des Unternehmens verweist.

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Dreimal 1,5 Prozent Lohnsteigerung verlangt die Gewerkschaft, die betont, dass es auch ein Ziel des Kollektivvertrages ist, die Luxemburger Standorte abzusichern, Investitionen in die Zukunft zu garantieren und begleitende soziale Maßnahmen wie etwa die Vorruhestandsregelungen (« préretraite ») beizubehalten.

Ausbildungskonzept Wichtig sei, so Bernardini weiter, ein Weiterbildungs- und Ausbildungskonzept, das die Beschäftigten auf die technischen Entwicklungen im Stahlsektor vorbereitet.

Ökologische Modernisierung, die an die Steigerung der energetischen Effizienz gekoppelt ist und die Abhängigkeit von Rohstoffen einschränken soll, ist für den OGBL daneben ein Thema.

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